Unsere Sage

Ungefähr hundert Meter entfernt vom alten Ringwald im Grindlemoos, den man für den letzten Überrest einer Wasserburg der Hallstattzeit hält, liegt umgeben von Sumpf ein kleines, dunkles Moorloch. Niemand kennt seine Tiefe. Früher soll dieses Loch viel größer gewesen sein. Hier draußen in den „Grindle“ sollen sich dereinst wilde Männer herumgetrieben haben, die den Leuten nachstellten, vor allem den Mädchen (Fehlen). Hatten sie eine Fehl erwischt, warfen sie die Arme kurzerhand in das schwarze Sumpfloch. Ihre Leichen sollen im Obersee bei Kißlegg später wieder zum Vorschein gekommen sein.


Schon sieben unschuldige Mädchen hatten die wilden Männer auf diese Weise umgebracht. Bei der achten jedoch, die sie in das Moorloch werfen wollten, ging es andersherum. Das Mädchen betete, dass ihr doch der Herrgott aus dieser Todesnot helfen möge. Zwar warfen die wilden Kerle das Mädchen genauso in das sumpfige Wasserloch, aber es sank nicht in die Tiefe. Statt dessen wich der Rand des Moorlochs, um welches die Männer standen, auf einmal zurück. Die Männer verloren den Halt, fielen selber ins Wasser und versanken. Daraufhin schloss sich der Boden ebenso rasch wieder, wie er sich zuvor aufgetan hatte. Das Mädchen aber kriegte wieder festen Boden unter die Füße und kam heil davon.


Das Loch, durch das der Teufel die furchtbaren Männer geholt hat, heißt bis zum heutigen Tag das Teufelsloch. Aus dieser Sage heraus entstanden unsere Masken „Fehl“ und „Teufel(Einzelmaske)“ sowie unser Narrenruf:

 



Lass d’ Finger von d’r Fehl - sonst juckt dr d’ Deifel an d’ Kehl

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